Kiebitz / Vanellus vanellus / Lapwing

Jahre her – meine erste Begegnung mit dem Kiebitz. Jung und ungestüm schritt ich durch das Rheindelta. Meine Yashica mit einem Objektiv umgehängt. Ich weiß nicht mehr welches, aber es war jedenfalls mein Neues Objektiv – ein leichtes Telezoom – und ich war mir sicher hier sensationell-phantastische Aufnahmen machen zu können.

Unversehens vernahm ich ein seltsames …

Hmmmm? Über dem Feld flogen Vögel. Damals konnte ich Raben knapp von Greifvögeln unterscheiden. Doch Schwarz-weiße Vögel fielen mir auf. Ein total seltsames … ja was …? Vor allem der Flug – so schnell mit total überraschenden Wendungen. Wieder zuhause schlug ich in meinem Naturführer nach. Aha – Kiebitz. Ich wurde neugierig. Interessierte mich immer mehr für meine Umwelt. Ich glaube, dass ich immer bewusster mit Natur, Flora und Fauna umging ist schon auch dieser Begegnung geschuldet.

Eines gelang mir jedoch nie: ein wirklich gutes Foto dieses so einzigartigen Vogels. Das sollte sich jetzt – 2021 – ändern. FIX. Versprochen!

Habitat oder Nicht-Habitat

Die ersten Aufnahmen: vielversprechend, aber zu weit weg! Doch egal wie lange ich wartete – keiner der Kiebitze traute sich näher. Naja – Kiebitz im Habitat. Passt. Nur – soviel Habitat müsste denn doch nicht zu sehen sein. Nächster Versuch. Ebensolches Ergebnis. Habitat mit Kiebitz. Mist …..

Insgesamt verbrachte ich gute 14 Stunden im März auf der Pirsch, auf blankem Boden liegend nach meinem Kiebitz-Foto. Auch wenn ich meinem Ziel in dieser Zeit nicht wesentlich näher kam, lernte ich doch immer besser die bevorzugte Plätze der Kiebitze und ihr Verhalten kennen. In Verbindung mit Recherchen im Internet müsste doch was gehen … ?!

Fünfter Tag. Ein fünftes Mal raus in der Morgenfrische. Wieder das Selbe. Einfach zu weit weg. Ich drücke mich etwas tiefer auf den Boden und werfe einen Tarnschal über mich und die Ausrüstung. Das Erste Mal wickle ich auch einen Tarnschal rund um den Hut. Sehe sicher bescheuert aus!

Doch … hmmm … einem Kiebitz scheine ich jetzt nicht mehr abschreckend zu erscheinen, denn langsam nähert er sich. Scheiße – Er wird von etwas aufgeschreckt und fliegt davon. Ich Blicke hoch und sehe einen weiteren Kiebitz, der sich nähert und sich rund 10 bis 15 Meter vor mir niederlässt.

Atem angehalten. Noch tiefer in die Erde gedrückt und leise Auslösegeräusche durchdringen die Morgenstille. tack – tack – tack – tack – tack …..

Ich hab‘ sie – meine Kiebitz-Bilder!


KIEBITZ – kurzer Steckbrief

Kiebitze sind taubengroß und in offenen Wiesen und Äckern anzutreffen. Ihr Flugbild in der Balz ist wohl recht einzigartig. Dabei halten sie zu Wegen und Störfaktoren großen Abstand. Fatal wäre es, wenn sie regelmäßig im Brutgeschäft gestört würden, denn sie attackieren wirklich alles und jeden durch Scheinangriffe. Wenn dies zu oft passiert kann es zur Brutaufgabe kommen. Daher ist es ganz wichtig Rücksicht zu nehmen und keinesfalls die Wege zu verlassen!

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LAPWING / VANELLUS VANELLUS


Years ago – my first encounter with the lapwing. Young and impetuous, I strode through the Rhine delta. My Yashica with a lens on it. I don’t remember which one, but it was my new lens – a light telephoto zoom – and I was sure that I would be able to take sensationally fantastic pictures.

Suddenly I heard a strange …

Hmmmm? Birds were flying over the field. At that time I could barely distinguish ravens from birds of prey. But black and white birds caught my eye. A totally strange … Yes, what…? Especially the flight – so fast with totally surprising turns. Back home, I looked it up in my nature guide. Aha – lapwing. I became curious. I became more and more interested in my environment. I think that I became more and more aware of nature, flora and fauna because of this encounter.

But there was one thing I never managed to do: take a really good photo of this unique bird. That should change now – in 2021. FIX. Promise!

Habitat or non-habitat

The first shots: promising, but too far away! But no matter how long I waited – none of the lapwings dared to come closer. Well – lapwing in habitat. Fits. But – there shouldn’t be so much habitat to see. Next attempt. Same result. Habitat with lapwing. Crap …..

All in all, I spent a good 14 hours in March on the hunt for my lapwing photo. Even though I didn’t get much closer to my goal during this time, I got to know the lapwings‘ preferred places and their behaviour better and better. In combination with research on the internet, something should be possible … ?!

Fifth day. A fifth time out in the fresh morning air. Again the same. Just too far away. I press down a little deeper on the ground and throw a camouflage scarf over myself and the equipment. The first time I also wrap a camouflage scarf around my hat. I’m sure I look stupid!

But … hmmm … I don’t seem to be a deterrent to a lapwing now, because slowly he approaches. Shit – He is startled by something and flies away. I look up and see another lapwing approaching and settling about 10 to 15 metres in front of me.

Breath held. Pressed even deeper into the earth and soft triggering sounds pierce the morning silence. tack – tack – tack – tack …..

I have them – my lapwing pictures!

KIEBITZ – short profile
Lapwings are pigeon-sized and can be found in open meadows and fields. Their flight pattern during courtship is probably quite unique. They keep a great distance from paths and disturbing factors. It would be fatal if they were regularly disturbed during breeding, because they attack everything and everyone with mock attacks. If this happens too often, they may give up breeding. Therefore, it is very important to be considerate and not to leave the paths under any circumstances!

3 Replies to “Kiebitz / Vanellus vanellus / Lapwing”

  1. Da ht sich das lange Geduld haben und Warten wirklich gelohnt. Das sind richtig schöne Aufnahmen vom Kiebitz! Danke fürs Zeigen.
    Liebe Grüße!

    Gefällt mir

  2. hanneweb sagt:

    Ganz tolle Fotos und ein sehr interessanter Bericht!
    Dankeschön dafür, liebe Grüße und hab noch einen schönen Tag 🌼

    Gefällt 1 Person

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