Prinzip des Roten Pfades.

Ich habe mich in der Vergangenheit mit einigen Philosophien und Religionen auseinander gesetzt. Persönlich faszinierten mich manche Lehren des Schamanismus. Das Wort kommt aus einer der sibirischen Sprachen und bezeichnete dort einen Geisterbeschwörer bzw. einen Wissenden und Grenzgänger zwischen den Welten.

Einer der Ansätze, die mir sehr imponieren ist die Lehre des Roten Pfades. Es ist eine ganz einfache Lehre und es gibt sicherlich auch im Westen entsprechende Analogien.

Dieser Lehre nach gibt es den Schwarzen und den Roten Pfad. Der Schwarze Pfad bezeichnet all‘ das Handeln, Denken und Sprechen im Sinne des Schwarzen Pfades. Der Rote Pfad ist der Pfad der Mitte. Der Mitte im Handeln und Denken. Der Pfad der gemäßigten Rede und des sicheren Standes. Und alles was vom Roten Pfad abweicht wird als schwarzer Pfad bezeichnet.

Am Beispiel Alkohol lässt sich dies recht gut verdeutlichen. Ein Alkoholiker ist ebenso auf dem schwarzen Pfad, als auch ein Anti-Alkoholiker. Da sich beide nicht in der Mitte befinden. Demnach ist jede Form, die sich jenseits der Mitte befindet aus dem Gleichgewicht.

Den Roten Pfad erreicht man durch Achtsamkeit sich selber, den Nächsten und dem Umfeld gegenüber. Der Rote Pfad ist der Pfad bei dem sich Wunsch und Wirklichkeit, Begehrlichkeit und Vernunft in der Waage halten. Der Schwarze Pfad ist der Pfad des Extremismus und Fanatismus und alle Schattierungen jenseits der Mitte.

Bild aus der Pixabay-Datenbank

Ich merke selber wie schwer es mir fällt, mich mehrheitlich auf dem roten Pfad zu bewegen. Denn schnell ist man entweder mehr auf der einen Seite oder der anderen. Und sich dann nicht zu grämen und zu verurteilen, sondern sich dem Roten Pfad wieder anzunähern gehört mit zu schwierigsten Disziplin. Zumindest für mich. Ich merke immer wieder wie schnell ich dabei bin mich selber zu verurteilen, mich zu schelten und enttäuscht zu sein – über mich. Ich bin anderen gegenüber zumeist toleranter …. Aber auch dies ist Bestandteil des Roten Pfades. Und es verlangt einem viel Aufmerksamkeit ab.

So einfach dieses System sich gibt, so schwierig ist es einzuhalten. Ich übe mich darin seit vielen Jahren (mehr oder weniger intensiv) und werde es bis an mein Sterbebett mit mir tragen. Ich denke es wäre für mich ein befreiender Moment dann zurückzublicken und zu sehen, dass ich überwiegend auf dem Roten Pfad gewandelt bin …..

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