2030

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Lhasa de Sela: Anywhere on this road
Ich liebe ihre Musik. Leider ist sie viel zu früh verstorben!

Letztes Jahr begann ich von meiner Andenreise im Jahr 1998 zu berichten. Irgendwann begann mit meinem Arbeitsplatzwechsel so viel Neues, dass ich für das Alte keine Motivation hatte. Doch inzwischen will ich mich dem wieder zuwenden. Ich will dem Bericht auch nicht sehr vorgreifen. Ich will nur ein Detail erwähnen.

Es trug sich nach meiner Rückkehr. Natürlich war es schön wieder in (relativer) Sicherheit, im Schoße der Familie und der Freunde zu sein. Ich genoss es mehr als eine Hand voll Tage an ein und demselben Ort zu verweilen. Doch ebenso schweifte mein Blick immer wieder gedankenverloren über den Horizont. In diesen Momenten befragt nach meiner Zukunft antwortete ich, dass ich mit einem Wohnmobil vom Bodensee aus über Skandinavien in die Mongolei reisen werde. Irgendwann. Irgendwie.

Doch dann kamen Jahre einer anderen Realität, Jahre der beruflichen Entwicklung und leider auch der persönlichen und gesundheitlichen Probleme.

Ich lebte in einer Beziehung und meine damalige Partnerin hatte leider kein Interesse daran. Ich beendete die Beziehung (nein – nicht deswegen), um dann unverhofft in der Nächsten zu sein. Ich heiratete sogar. Wenig erfolgreich, um nicht zu sagen desaströs. Doch hier und heute bin ich geschiedener Single. Mein Blick zurück ist inzwischen länger andauernd, als es der in die Zukunft je sein wird. Beim zurückblicken stieß ich wieder auf diesen alten Wunsch:

Mit dem Wohnmobil über Skandinavien, die baltischen Staaten, Russland, den Kaukasus und Persien weiter der Seidenstraße entlang bis in die Mongolei zu reisen. Ich wollte auch schon immer mal Sibirien sehen und erleben. Ebenso Alaska und Kanada. Und dann natürlich zum Abschluss nochmals die Anden …. runter bis Tierra del Fuego als Höhepunkt.

Und so könnte meine Route ausschauen …..

Wann, wenn nicht jetzt …. ?

…. mit der Planung beginnen, um dann in den nächsten Jahren losfahren zu können. Ich werde nicht jünger. Regulär in Pension komme ich wohl erst mit 65 oder später. Werde irgendwann auf medizinische Hilfe angewiesen sein. Vielleicht sogar Pflege.

NEIN — das werde ich früher umsetzen müssen! Das weiß ich. Soviel Zeit bleibt mir nicht mehr …

Vor einem halben Jahr hat es sich nun festgesetzt. Kreist seitdem durch meine Gedanken. Ich studiere Websites, sehe mir YouTube-Channels an und habe vor ein paar Tagen bereits begonnen mir so ein Wohnmobil erstmals zu skizzieren. Zwar dann alles wieder verworfen. Dennoch – es ist ein Stückchen realer.

aktueller Stand meiner Pläne

  • Derzeitig sieht mein Plan so aus, dass ich bis spätestens 2025 so ein Fernreisemobil entweder selber gebaut oder, wenn ich das nicht auf die Reihe bekomme, eines gekauft habe.
  • Bis 2023, spätestens 2025 lebe ich auch nicht mehr in einer herkömmlichen Wohnung, sondern ziehe entweder auf ein eigenes Grundstück und richte mir dort einen Stellplatz ein oder suche einen Campingplatz bei dem ich einen Wohnsitz anmelden kann. Damit will ich meine Fixkosten, die monatlich anfallen auf unter EUR 1.200,– oder sogar unter EUR 1.000,– drücken. Das ersparte Geld fließt in das Wohnmobil bzw. auf die hohe Kante.
  • 2025 dann nehme ich ein Sabbatical für ein paar Monate und erkunde entweder Spanien, Portugal und Frankreich oder entscheide mich für den Osten und Südosten Europas. Während dieser Reise sollte es mir gelingen Mängel zu beheben, meinen neuen Reisegefährten an meine Bedürfnisse an zu passen bzw. Vergessenes zu ergänzen.
  • Sobald ich dann ausreichend Geld auf die Seite geschafft habe, dass ich es mir leisten kann die Zeit bis zu meiner Pensionierung zu überbrücken bzw. ich 60 Jahre alt bin werde ich meine Zelte hier abbrechen und diesen letzten großen Traum verwirklichen.

Endgültig ist noch gar nichts ….

Es wechseln sich Zeiten der Vorfreude mit Zeiten des Entsetzens ob soviel Blauäugigkeit ab, überzuckert mit „wie soll ich alter Depp mit meinen gesundheitlichen Einschränkungen das noch schaffen?“.

Mit diesem Blog-Eintrag wird es wieder ein Stückchen realer für mich.

Bild von Ange Li auf Pixabay



in ENGLISH

2030

Last year I started to report from my trip to the Andes in 1998. At some point, my change of job started so many new things that I had no motivation for the old. But in the meantime I want to turn to that again. I do not want to anticipate the report very much. I just want to mention one detail.

It happened after I returned. Of course it was nice to be back in (relative) safety, in the bosom of family and friends. I enjoyed spending more than a handful of days in one and the same place. But also my eyes wandered over the horizon, lost in thought. Asked about my future in these moments, I answered that I would travel with a motorhome from Lake Constance via Scandinavia to Mongolia. At some point. Somehow.

But then came years of a different reality, years of professional development and unfortunately also personal and health problems.

I lived in a relationship and my partner at that time unfortunately had no interest in it. I ended the relationship (no – not because of that), only to be in the next one unexpectedly. I even got married. Not very successful, not to say disastrous. But here and now I am divorced single. My look back is now longer than it will ever be in the future. Looking back I came across this old wish again:

To travel by motorhome across Scandinavia, the Baltic States, Russia, the Caucasus and Persia further along the Silk Road to Mongolia. I always wanted to see and experience Siberia. Also Alaska and Canada. And then of course the Andes again … down to Tierra del Fuego as the highlight.

When, if not now … ?

…. to start planning, so that we can get going in the next few years. I’m not getting any younger. Regularly I retire at 65 or later. Will need medical attention at some point. Maybe even care.

NO — I’m gonna have to do this sooner! I know that. I don’t have that much time left.

Half a year ago, it’s been stuck. It’s been running through my mind ever since. I study websites, watch YouTube-Channels and a few days ago I started to sketch a motorhome for the first time. Then I discarded everything again. Still – it is a little bit more real.

current status of my plans

  • My current plan is that by 2025 at the latest I will have either built such a long-distance motorhome myself or, if I can’t get it right, bought one.
  • Until 2023, at the latest 2025, I will no longer live in a conventional apartment, but will either move to my own property and set up a pitch there or look for a camping site where I can register a residence. With this I want to reduce my fixed costs, which are monthly under EUR 1.200,– or even under EUR 1.000,–. The saved money flows into the motorhome or on the high edge.
  • Then in 2025 I will take a sabbatical for a few months and either explore Spain, Portugal and France or decide to go to the east and southeast of Europe. During this trip I should be able to correct deficiencies, to adapt my new travel companions to my needs or to complete forgotten things.
  • As soon as I have enough money on the side that I can afford to bridge the time until my retirement or I am 60 years old I will leave my tents here and realize this last big dream.

Nothing is final yet ….

Times of anticipation alternate with times of horror because of so much naivety, sugar-coated with „how am I supposed to manage this with my health restrictions?“

This blog entry makes it a little bit more real for me again.

6 Replies to “2030”

  1. Lars Döbler sagt:

    Es gibt viele Menschen die ähnliche träume haben. viel Glück . auf das die Planung umgesetzt wird.

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  2. Paleica sagt:

    insgesamt klingt es nach einem tollen plan und pläne sind wichtig für uns und dass wir nicht stehenbleiben, egal wie alt wir sind. ich drücke dir die daumen, dass es für dich realität wird.

    Gefällt 1 Person

    • vielen lieben dank … mir ist bewusst dass noch ein langer Weg mit etlichen Hindernissen vor mir liegt … aber darauf bin ich schon sehr gespannt … 🙋🏻‍♂️😄‼️

      Gefällt 1 Person

    • Paleica sagt:

      das ist glaube ich gar nicht so selten wenn es um das erreichen großer lebensziele geht… meine daumen sind jedenfalls gedrückt und ich wünsche dir, dass auch dein körper so mitspielt wie du es brauchst!

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  3. Ich vorfreue mich ab jetzt auch ganz kräftig mit dir! Und wünsche dir von Herzen, dass du dir deine wunderbaren Reise- und Lebensträume wirst erfüllen können.
    Hab es fein – und bleib gesund!

    Gefällt 1 Person

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