2030 – eine Vision verändert sich

Als ich begann mir für 2030 vorzunehmen, dass ich bis dahin soweit sein will, um eine große Reise durch Asien anzutreten, tat ich dies unter Voraussetzungen, die nicht mehr aktuell sind. Aktuell ist weiterhin diese Reise anzutreten. Aber Reisegefährt(e), Reiseziel und Reisedatum haben sich inzwischen gewandelt.

War der ursprüngliche Plan

  • spätestens 2030 loszufahren, so hat sich dieser deutlich geändert. Jetzt sage ich so in etwa 2025/26. Vielleicht früher. Vielleicht später. Aber ich weiß inzwischen, dass ich diesen Traum dann verwirklichen will, wenn es stimmt, und nicht wenn der Kalender 2030 anzeigt. Dazumal glaubte ich die Zeit zu brauchen.
  • bis spätestens 2025 wollte ich im LKW leben, oder mir ein TinyHouse kaufen oder bauen, um darin zu leben, um meine Kosten unter 1.200,00 EUR/Monat zu senken. Jetzt wird es kein LKW. Und auch kein TinyHouse. Zumindest nicht vor meiner Reise. Sollte ich mir ein TinyHouse kaufen oder bauen, so brauche ich es danach. Mein Vater starb im Dezember 2019. Ich verkaufte zusammen mit meiner Schwester das Zuhause, dass wir als Kinder hatten. Ist mir schwer gefallen. Wahnsinnig schwer. Besonders die Schlüsselübergabe. Ich benötigte eine Weile bis ich mich wieder fing. Aber es gibt mir die Möglichkeit bereits jetzt ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben, um meinen Traum zu erfüllen. Sparen werde ich immer noch müssen. Aber nicht so lange und nicht zwingend so radikal.
  • 2025 ein Sabbatical zu nehmen, so besteht dieser immer noch. Das wird wohl das Einzige sein, das geblieben ist. Aber ob ich dieses Sabbatical als Reisebeginn ansehe oder als Generalprobe für die Reise ist mir noch nicht ganz klar.
  • dass ich über Skandinavien und den Kaukasus in die Mongolei zu fahren mir vornahm. Es sieht zumindest derzeit so aus, als dass es jetzt nur eine Zwischenetappe wäre in der Mongolei anzukommen. Vielmehr gilt mein Streben als Ziel die Vulkanhalbinsel Kamtschatka. Vorerst.
  • mir einen LKW gebraucht zu kaufen und ihn dann in ein Wohnmobil umzubauen, so ist es inzwischen deutlich kleiner und leichter (unter 3,5 Tonnen). Ich habe mir sogar zuletzt einen möglichen Reisegefährten angesehen. Es handelt sich dabei um einen UAZ „Buchanka“ in der Ausbauvariante „Expedition“. Vertrieben wird er in Deutschland von made-in-russia. Diese haben sich auf den Import von russischen Fahrzeugen spezialisiert. Der „UAZ Buchanka“ bzw. korrekt geschrieben „УАЗ буханка“ wird bereits seit den 60er Jahren fast unverändert gebaut. Zumindest was Karrosserie und Aufbau betrifft. Der Motor und die Elektrik, sowie Bremsen und so weiter erfuhren durchaus die eine oder andere Verbesserung. Doch im Gegensatz zu Fahrzeugen, die üblicherweise in Mitteleuropa gefahren werden, ist der Brotlaib (was буханка übersetzt heißen soll) extrem spartanisch ausgestattet. So sieht er aus ….

Warum nun dieses Fahrzeug …. ?

  • dieses Fahrzeug ist so klein, leicht und kompakt, dass ich damit auch engere Straße in Ortschaften und Feld- und Waldwege (vor allem auch mit dichtem Bewuchs) befahren kann ohne Probleme zu bekommen
  • der Buchanka ist absolut geländetauglich (gedacht war es als Transporter im militärischen Einsatz), sodass ich nicht nur Strassen und Wege benutzen muss, sondern auch dort fahren kann, wo die Zivilisation nicht so dominierend ist wie bei uns – und genau das will ich
  • dieses Fahrzeug ist im gesamten ehemaligen Raum der Sowjetunion und darüber hinaus weit verbreitet und entsprechend gibt es in jedem Dorf jemanden, der sich damit auskennt
  • der UAZ Buchanka ist sehr einfach aufgebaut – ohne viel Schnick-Schnack; also kann wenig kaputt gehen – und falls etwas kaputt geht kann vor Ort repariert werden
  • nicht überall in der ehemaligen Sowjetunion ist mit Diesel zu fahren ideal; УАЗ буханка fährt mit Benzin, den ich überall erhalten kann;
  • dieses Fahrzeug ist so günstig, dass ich es kaufen, ausbauen und damit 2 Jahre fahren kann ohne derzeit extrem sparsam sein zu müssen und es geht sich dennoch aus;
  • mir ist klar, dass dieses Fahrzeug nicht auf dem letzten Stand ist und dass ich mir damit eventuell eine ewige Baustelle aufhalse, aber für mich überwiegen die bisher genannten Punkte

… aber vielleicht kommt es auch ganz anders

Das sind so meine derzeitigen Pläne. Sie haben sich entwickelt und sie werden sich auch weiter entwickeln. Bin gespannt wohin.



© Robert Koschnick

4 Replies to “2030 – eine Vision verändert sich”

  1. So konkret wie deine Gedanken sind, musst du es unbedingt anpacken. Dein Plan ist gut und deine Ziele ein Traum! Sicher kennst du den Spruch: Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum!
    Horst

    Gefällt 1 Person

  2. Fünf Jahre früher zu reisen, scheint mir eine gute Idee.
    Schließlich wird die Welt vom Warten nicht besser. Vor allem nicht in Sibirien, wo alles auftaut und die Städte im Morast versinken.

    Und diese Buchanka hat über die praktischen Vorteile hinaus auch einfach Stil!

    Gefällt 1 Person

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