Dezember N°2

Seltsam, im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein, Kein Baum sieht den andern, Jeder ist allein. Voll von Freunden war mir die Welt, Als noch mein Leben licht war; Nun, da der Nebel fällt, Ist keiner mehr sichtbar. Wahrlich, keiner ist weise, Der nicht das Dunkel kennt, Das unentrinnbar und leise Von allen ihn trennt. Seltsam, im Nebel zu wandern! Leben ist Einsamsein. Kein Mensch kennt den andern, Jeder ist allein.

HERMANN HESSE 1877-1962

Dumme Hetze, haltlose Behauptungen, schlechte Nachrichten überall, Fanatiker, Korruption, Klimaleugnung, Tierquälerei, Populisten, Extremisten von links und rechts, eine immer härtere Sprache, Terror, Autokraten, menschenverachtende Regime und Umweltzerstörung – macht dir das zu schaffen?

«Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den Ihr um Euer Herz gelegt!»

Sophie Scholl

Dann mach es dir nicht zu bequem. Setz dir Ziele. Halt an deinen Träumen fest. Bau dir eine Vision. Bleib wachsam. Schau hin. Hör zu. Und dann: Handle.

Unterstütz Menschen, die nicht nur reden, sondern etwas bewegen – mit deiner Stimme, deiner Zeit und, wenn du kannst, auch mit Geld. Teile die Botschaften von Gruppen, die die Welt konkret besser machen. Gib denen Reichweite, die sonst übertönt werden. Stell dich hinter jene, die Lügen, Hass und Menschenverachtung widersprechen – klar, konsequent und sichtbar.

Nicht morgen.

____________________

____________________

Mit PayPal spenden


Entdecke mehr von p e r c e p t u a l | fragments

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

3 Antworten zu „Dezember N°2“

  1. Eigenartigerweise erinnert mich dieses Gedicht an die Jugend, wo ich mich offenbar viel mehr mit diesen Gedanken auseinandergesetzt habe als heute. Danke für den Hinweis !

    Gefällt 1 Person

    1. gerne … ja ist ein Gedicht mit eigenartiger Stimmung … mit sehr viel Wahrheit und Innigkeit … gerade dafür schätze ich Hesse sehr … sg.Robert

      Like

  2. Manchmal wünschte ich mir mehr Nebel. Wo kein Hate, Zorn, Missgunst durchdringt. Wo Negatives erstickt wird. Persönlich taugt mir gerade der Nebel, nur manchen Mitmenschen gebe ich ein Zeichen das ich da bin. Doch finde ich, daß gesellschaftlich ein ziemlicher Smok aufgezogen ist. Er liegt gerade ziemlich dicht auf allem, nur wenn ich zurückschaue wird es heller, aber ich erwarte nach einem Marsch wieder die Sonne… Jetzt raste ich und genieße die Stille….

    Gefällt 1 Person

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Weiterlesen