
Kurzer Hinweis zur Entstehung: Dieser Text wurde mithilfe künstlicher Intelligenz sprachlich ausgearbeitet. Idee, Fragestellung, inhaltliche Schwerpunkte, Bewertungen sowie die zugrunde liegende Materialsammlung stammen vom Autor und beruhen auf der Beobachtung und Auswertung zahlreicher Ereignisse, Berichte und Analysen der vergangenen Wochen. Gleiches gilt für ergänzende Bilder, die separat erstellt werden.
Einleitung: Warum dieser Text notwendig ist
Ich arbeite an diesem Text bereits seit Oktober 2025. Immer wieder war ich gezwungen diesen zu erwitern, zu verändern, anzupassen. Die Entwicklungen in den USA seit dem erneuten Amtsantritt von Donald Trump werden oft sehr emotional diskutiert oder schnell abgelehnt. Einige warnen vor einer unmittelbar drohenden Diktatur, während andere dies als Panikmache oder „linke Propaganda“ abtun. Beides greift zu kurz und ignoriert die Dringlichkeit der Situation.
Dieser Text versucht die aktuellen Ereignisse in einen größeren historischen Kontext zu setzen, um die Dringlichkeit und die Bedeutung besser zu verstehen. Viele der heutigen Herausforderungen sind nicht plötzlich entstanden. Donald Trump ist nicht die Ursache aller Probleme – aber er wirkt wie ein Katalysator, der bestehende Entwicklungen beschleunigt und sie deutlicher zeigt. Es ist entscheidend, diese Dynamiken zu erkennen und zu analysieren, bevor es zu spät ist.
1. Der lange Schatten von 1991 – Der „unipolare Moment“
Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 standen die USA erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ohne ebenbürtigen geopolitischen Gegenspieler da. Politikwissenschaftler sprachen vom „unipolaren Moment“: Die USA waren militärisch, wirtschaftlich und kulturell die dominante Macht der Welt.
Diese Phase prägte das amerikanische Selbstverständnis tiefgreifend:
- Die USA verstanden sich zunehmend als globale Ordnungsmacht
- Militärische Eingriffe galten als legitimes Mittel zur „Stabilisierung“
- Internationale Institutionen wurden genutzt – oder umgangen, wenn sie störten
Wichtig ist: Interventionen im Irak, in Jugoslawien oder Afghanistan wurden unter demokratischen wie republikanischen Präsidenten geführt. Die Grundannahme lautete oft: Amerikanische Macht ist grundsätzlich legitim, weil sie dem Guten dient. Diese Denkweise legt den Grundstein für spätere Grenzverschiebungen.
2. 9/11 als Wendepunkt – Sicherheit vor Freiheit
Die Terroranschläge vom 11. September 2001 markierten einen tiefen Einschnitt. Der sogenannte „War on Terror“ führte zu einer massiven Ausweitung staatlicher Befugnisse:
- neue Überwachungsgesetze (Patriot Act)
- stärkere Geheimdienstkompetenzen
- Verschiebung der Macht zugunsten der Exekutive (also des Präsidenten)
Viele dieser Maßnahmen wurden als temporär verkauft. In der Praxis wurden sie jedoch dauerhaft.Der Sicherheitsstaat wurde normalisiert.
Ein entscheidender Punkt:
Diese Werkzeuge wurden nicht für autoritäre Zwecke geschaffen – aber sie sind dafür geeignet. Genau hier liegt der Kern des Problems, das sich heute zeigt.
3. Die USA vor Trump – Polarisierung und institutioneller Verschleiß
Bereits vor Trumps erster Amtszeit war die amerikanische Demokratie stark unter Druck:
- zunehmende politische Polarisierung
- Blockaden im Kongress
- sinkendes Vertrauen in Medien und Institutionen
- wachsende soziale Ungleichheit
Besonders wichtig ist ein struktureller Aspekt:
Das politische System der USA ist anfällig für Blockaden und Machtkonzentration, wenn politische Akteure bewusst auf Eskalation setzen. Das System der „Checks and Balances“ funktioniert nur dann gut, wenn alle Seiten ein Mindestmaß an institutioneller Loyalität zeigen. Trump stellt dieses Prinzip der Balance offen in Frage.
4. Trump 2.0 – Beschleunigung statt Bruch
Die zweite Amtszeit Donald Trumps unterscheidet sich nicht durch völlig neue Ziele, sondern durch Tempo, Offenheit und Konsequenz. Was zuvor implizit geschah, wird nun explizit formuliert und demonstrativ umgesetzt.
Ein zentrales Muster ist dabei erkennbar:
- Macht wird stärker im Weißen Haus gebündelt
- Loyalität wird wichtiger als Fachkompetenz
- Konflikte werden nicht deeskaliert, sondern bewusst zugespitzt
Die in der Terra-X-Dokumentation thematisierten Entwicklungen – ICE-Einsätze, Nationalgarde im Inneren, Druck auf Medien, Universitäten und Justiz – sind keine isolierten Einzelereignisse, sondern Ausdruck dieser Logik.
Dabei ist wichtig zu betonen:
Nicht jede Maßnahme ist per se illegal oder einzigartig. Neu ist jedoch die Kombination, die Häufung und die politische Inszenierung.
5. Project 2025 – Masterplan oder Machtfantasie?
Ein viel diskutiertes Element ist das sogenannte „Project 2025“, das von der Heritage Foundation entwickelt wurde. Es handelt sich um einen detaillierten Vorschlag zur Umgestaltung des Staatsapparates, mit Fokus auf:
- Austausch von Beamten durch politisch loyale Kräfte
- Stärkung präsidialer Kontrolle
- Rückbau unabhängiger Institutionen
Wichtig:
Project 2025 ist kein geheimes Regierungsdokument und auch kein vollständig umgesetzter Plan. Es ist jedoch ein ideologischer Werkzeugkasten, aus dem bereits jetzt Elemente realpolitisch aufgegriffen werden. Die Gefahr liegt darin, dass es eine intellektuelle Rechtfertigung für autoritäre Umbauten liefert.
6. Innen- und Außenpolitik folgen derselben Logik
Zentral dabei ist, dass die aktuelle US-Politik nur verständlich ist, wenn man Innen- und Außenpolitik zusammen denkt.
- Im Inneren: harte Sicherheitsrhetorik, Einsatz föderaler Gewaltmittel, Delegitimierung von Protest
- Nach außen: Alleingänge, Missachtung multilateraler Verfahren, Drohungen gegenüber Partnern
Ob ICE-Einsätze in US-Städten oder militärische Operationen ohne klare internationale Legitimation – das Muster ist ähnlich: Handeln zuerst, rechtfertigen später.
7. das lange Erbe der amerikanischen Demokratie
Die Vereinigten Staaten galten nach dem Ende des Kalten Krieges lange als Inbegriff einer liberalen, rechtsstaatlichen Ordnung. Der Zusammenbruch der Sowjetunion markierte nicht nur das Ende eines geopolitischen Gegners, sondern auch den Beginn eines Selbstverständnisses: die USA als unangefochtene Führungsmacht, militärisch, wirtschaftlich und moralisch.
Doch diese Phase war nie frei von Widersprüchen. Bereits in den 1990er-Jahren verschoben sich Machtverhältnisse zugunsten der Exekutive. Spätestens nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wurden Sicherheit, Kontrolle und Ausnahmebefugnisse dauerhaft normalisiert. Was als temporäre Reaktion auf eine Bedrohung begann, verfestigte sich über Jahre hinweg zu Strukturen, die demokratische Korrektive schwächten.
Die Entwicklungen der letzten Jahre – und insbesondere seit dem erneuten Amtsantritt Donald Trumps – stehen nicht isoliert. Sie sind kein plötzlicher Bruch, sondern das Ergebnis einer langen Reihe politischer Entscheidungen, institutioneller Verschiebungen und gesellschaftlicher Polarisierungen. Wer sie verstehen will, muss weiter zurückblicken – und zugleich genauer hinschauen, was sich heute konkret verändert.
Dieser erste Beitrag wollte deshalb vor allem eines leisten: Kontext schaffen. Nicht urteilen, nicht dramatisieren, sondern die historische Linie sichtbar machen, aus der die aktuellen Konflikte hervorgehen. Denn Demokratie scheitert selten spektakulär. Sie wird schrittweise ausgehöhlt – oft im Namen von Ordnung, Effizienz oder nationaler Größe.
An dieser Stelle ist noch kein endgültiges Urteil zu fällen. Aber es ist legitim, Fragen zu stellen:
Wie stabil sind Institutionen, wenn Loyalität wichtiger wird als Kompetenz?
Wie belastbar ist Gewaltenteilung, wenn Ausnahmezustände zur Normalität werden?
Und wie viel Macht darf ein Präsident in einer Republik langfristig bündeln?
Diese Fragen sind nicht antiamerikanisch. Sie sind zutiefst amerikanisch.
„[…] when a long train of abuses and usurpations […] evinces a design to reduce them under absolute Despotism, it is their right, it is their duty, to throw off such Government.“
— Thomas Jefferson, Declaration of Independence, 1776
„[…] wenn eine lange Reihe von Missbräuchen und Usurpationen […] ein Design erkennen lässt, sie unter absolute Despotie zu reduzieren, ist es ihr Recht, es ist ihre Pflicht, eine solche Regierung abzulehnen.“
— Thomas Jefferson, Unabhängigkeitserklärung, 1776
Persönliches Fazit
Ich schreibe diesen Text nicht aus Loyalität, sondern aus Verantwortung.
Geschichte zeigt: Autoritäre Entwicklungen beginnen selten mit offenen Verfassungsbrüchen. Sie beginnen mit Gewöhnung, mit Verschiebungen von Sprache, mit der Akzeptanz von Härte gegen „Andere“.
Haltung zu zeigen bedeutet für mich nicht Radikalität, sondern Klarheit. Nicht Gewalt, sondern Widerspruch. Nicht Zerstörung, sondern Verteidigung von Würde, Rechtsstaat und Meinungsfreiheit.
In Zeiten wie diesen ist Neutralität ein Rückzug. Dieser Blog ist der Versuch, genau das nicht zu tun.
Quellen & weiterführende Hinweise (Auswahl)
- Terra X History / ZDF: Die USA unter Trump – Wie gefährdet ist die Demokratie?
- Federalist Papers (James Madison u.a.)
- Larry Tribe: Interviews zur Verfassungskrise der USA
- Jason Stanley: How Fascism Works
- Heritage Foundation: Project 2025 (öffentliche Dokumente)
- Berichte von Human Rights Watch, ACLU, Amnesty International
- US-Gerichtsentscheidungen zu Nationalgarde-Einsätzen und Executive Orders

Dumme Hetze, haltlose Behauptungen, schlechte Nachrichten überall, Fanatiker, Korruption, Klimaleugnung, Tierquälerei, Populisten, Extremisten von links und rechts, eine immer härtere Sprache, Terror, Autokraten, menschenverachtende Regime und Umweltzerstörung – macht dir das zu schaffen?
«Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den Ihr um Euer Herz gelegt!»
Sophie Scholl
Dann mach es dir nicht zu bequem. Setz dir Ziele. Halt an deinen Träumen fest. Bau dir eine Vision. Bleib wachsam. Schau hin. Hör zu. Und dann: Handle.
Unterstütz Menschen, die nicht nur reden, sondern etwas bewegen – mit deiner Stimme, deiner Zeit und, wenn du kannst, auch mit Geld. Teile die Botschaften von Gruppen, die die Welt konkret besser machen. Gib denen Reichweite, die sonst übertönt werden. Stell dich hinter jene, die Lügen, Hass und Menschenverachtung widersprechen – klar, konsequent und sichtbar.
Nicht morgen.
Jetzt.

© Robert Koschnick
Alle hier gezeigten Fotos und Bilder, sowie die Texte sind mein Eigentum. Sollte ich Fotos und Texte verwenden, die nicht von mir sind, wird dies explizit erwähnt.
Ich stimme gerne der Verwendung meiner Fotos zu, sofern angefragt wurde und ich die Erlaubnis erteilt habe dies zu tun. Bei nicht monetären und gemeinnützigen Zwecken kann bei mir auch um eine kostenfreie Verwendung unter Nennung des Namens und/oder der Website nachgefragt werden. Für alle anderen biete ich einen online-shop an. Sollte dort das gewünschte Foto nicht dabei sein, so kann gerne per Mail nachgefragt werden.

All photos and images shown here, as well as the texts, are my property. If I use photos and texts that are not mine, this will be explicitly mentioned.
I gladly agree to the use of my photos, if requested and if I have given permission to do so. For non-monetary and non-profit purposes, you can also ask me for free use by mentioning my name and/or website. For all others I offer an online store. If the desired photo is not listed there, please send me an e-mail.
Newsletter
Wie du vielleicht schon gelesen hast plane ich eine Reise nach Zentralasien. Spätestens 2030 soll es losgehen. Ich werde natürlich berichten. Dich erwarten Einblicke in andere Kulturen, meine Erlebnisse und natürlich einzigartige Fotos von Orten und Situationen. Ich spare aktuell, um mir das möglichst lange leisten zu können. Jeder Cent mehr in meiner Reisekassa bringt mich meinem Ziel näher.
Mit deiner Unterstützung länger unterwegs?








Hinterlasse einen Kommentar