2026|Rufeze!chen: Donald J. Trump – Ein historischer Blick auf die Machtverhältnisse in den USA

5–7 Minuten

Kurzer Hinweis zur Entstehung: Dieser Text wurde mithilfe künstlicher Intelligenz sprachlich ausgearbeitet. Idee, Fragestellung, inhaltliche Schwerpunkte, Bewertungen sowie die zugrunde liegende Materialsammlung stammen vom Autor und beruhen auf der Beobachtung und Auswertung zahlreicher Ereignisse, Berichte und Analysen der vergangenen Wochen. Gleiches gilt für ergänzende Bilder, die separat erstellt werden.

Einleitung: Warum dieser Text notwendig ist

Ich arbeite an diesem Text bereits seit Oktober 2025. Immer wieder war ich gezwungen diesen zu erwitern, zu verändern, anzupassen. Die Entwicklungen in den USA seit dem erneuten Amtsantritt von Donald Trump werden oft sehr emotional diskutiert oder schnell abgelehnt. Einige warnen vor einer unmittelbar drohenden Diktatur, während andere dies als Panikmache oder „linke Propaganda“ abtun. Beides greift zu kurz und ignoriert die Dringlichkeit der Situation.

Dieser Text versucht die aktuellen Ereignisse in einen größeren historischen Kontext zu setzen, um die Dringlichkeit und die Bedeutung besser zu verstehen. Viele der heutigen Herausforderungen sind nicht plötzlich entstanden. Donald Trump ist nicht die Ursache aller Probleme – aber er wirkt wie ein Katalysator, der bestehende Entwicklungen beschleunigt und sie deutlicher zeigt. Es ist entscheidend, diese Dynamiken zu erkennen und zu analysieren, bevor es zu spät ist.

1. Der lange Schatten von 1991 – Der „unipolare Moment“

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 standen die USA erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ohne ebenbürtigen geopolitischen Gegenspieler da. Politikwissenschaftler sprachen vom „unipolaren Moment“: Die USA waren militärisch, wirtschaftlich und kulturell die dominante Macht der Welt.

Diese Phase prägte das amerikanische Selbstverständnis tiefgreifend:

  • Die USA verstanden sich zunehmend als globale Ordnungsmacht
  • Militärische Eingriffe galten als legitimes Mittel zur „Stabilisierung“
  • Internationale Institutionen wurden genutzt – oder umgangen, wenn sie störten

2. 9/11 als Wendepunkt – Sicherheit vor Freiheit

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 markierten einen tiefen Einschnitt. Der sogenannte „War on Terror“ führte zu einer massiven Ausweitung staatlicher Befugnisse:

  • neue Überwachungsgesetze (Patriot Act)
  • stärkere Geheimdienstkompetenzen
  • Verschiebung der Macht zugunsten der Exekutive (also des Präsidenten)

Viele dieser Maßnahmen wurden als temporär verkauft. In der Praxis wurden sie jedoch dauerhaft.Der Sicherheitsstaat wurde normalisiert.

3. Die USA vor Trump – Polarisierung und institutioneller Verschleiß

Bereits vor Trumps erster Amtszeit war die amerikanische Demokratie stark unter Druck:

  • zunehmende politische Polarisierung
  • Blockaden im Kongress
  • sinkendes Vertrauen in Medien und Institutionen
  • wachsende soziale Ungleichheit

4. Trump 2.0 – Beschleunigung statt Bruch

Die zweite Amtszeit Donald Trumps unterscheidet sich nicht durch völlig neue Ziele, sondern durch Tempo, Offenheit und Konsequenz. Was zuvor implizit geschah, wird nun explizit formuliert und demonstrativ umgesetzt.

Ein zentrales Muster ist dabei erkennbar:

  • Macht wird stärker im Weißen Haus gebündelt
  • Loyalität wird wichtiger als Fachkompetenz
  • Konflikte werden nicht deeskaliert, sondern bewusst zugespitzt

Die in der Terra-X-Dokumentation thematisierten Entwicklungen – ICE-Einsätze, Nationalgarde im Inneren, Druck auf Medien, Universitäten und Justiz – sind keine isolierten Einzelereignisse, sondern Ausdruck dieser Logik.

5. Project 2025 – Masterplan oder Machtfantasie?

Ein viel diskutiertes Element ist das sogenannte „Project 2025“, das von der Heritage Foundation entwickelt wurde. Es handelt sich um einen detaillierten Vorschlag zur Umgestaltung des Staatsapparates, mit Fokus auf:

  • Austausch von Beamten durch politisch loyale Kräfte
  • Stärkung präsidialer Kontrolle
  • Rückbau unabhängiger Institutionen

6. Innen- und Außenpolitik folgen derselben Logik

Zentral dabei ist, dass die aktuelle US-Politik nur verständlich ist, wenn man Innen- und Außenpolitik zusammen denkt.

  • Im Inneren: harte Sicherheitsrhetorik, Einsatz föderaler Gewaltmittel, Delegitimierung von Protest
  • Nach außen: Alleingänge, Missachtung multilateraler Verfahren, Drohungen gegenüber Partnern

7. das lange Erbe der amerikanischen Demokratie

Die Vereinigten Staaten galten nach dem Ende des Kalten Krieges lange als Inbegriff einer liberalen, rechtsstaatlichen Ordnung. Der Zusammenbruch der Sowjetunion markierte nicht nur das Ende eines geopolitischen Gegners, sondern auch den Beginn eines Selbstverständnisses: die USA als unangefochtene Führungsmacht, militärisch, wirtschaftlich und moralisch.

Doch diese Phase war nie frei von Widersprüchen. Bereits in den 1990er-Jahren verschoben sich Machtverhältnisse zugunsten der Exekutive. Spätestens nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wurden Sicherheit, Kontrolle und Ausnahmebefugnisse dauerhaft normalisiert. Was als temporäre Reaktion auf eine Bedrohung begann, verfestigte sich über Jahre hinweg zu Strukturen, die demokratische Korrektive schwächten.

Die Entwicklungen der letzten Jahre – und insbesondere seit dem erneuten Amtsantritt Donald Trumps – stehen nicht isoliert. Sie sind kein plötzlicher Bruch, sondern das Ergebnis einer langen Reihe politischer Entscheidungen, institutioneller Verschiebungen und gesellschaftlicher Polarisierungen. Wer sie verstehen will, muss weiter zurückblicken – und zugleich genauer hinschauen, was sich heute konkret verändert.

Dieser erste Beitrag wollte deshalb vor allem eines leisten: Kontext schaffen. Nicht urteilen, nicht dramatisieren, sondern die historische Linie sichtbar machen, aus der die aktuellen Konflikte hervorgehen. Denn Demokratie scheitert selten spektakulär. Sie wird schrittweise ausgehöhlt – oft im Namen von Ordnung, Effizienz oder nationaler Größe.

An dieser Stelle ist noch kein endgültiges Urteil zu fällen. Aber es ist legitim, Fragen zu stellen:
Wie stabil sind Institutionen, wenn Loyalität wichtiger wird als Kompetenz?
Wie belastbar ist Gewaltenteilung, wenn Ausnahmezustände zur Normalität werden?
Und wie viel Macht darf ein Präsident in einer Republik langfristig bündeln?

Diese Fragen sind nicht antiamerikanisch. Sie sind zutiefst amerikanisch.


„[…] when a long train of abuses and usurpations […] evinces a design to reduce them under absolute Despotism, it is their right, it is their duty, to throw off such Government.“
Thomas Jefferson, Declaration of Independence, 1776

„[…] wenn eine lange Reihe von Missbräuchen und Usurpationen […] ein Design erkennen lässt, sie unter absolute Despotie zu reduzieren, ist es ihr Recht, es ist ihre Pflicht, eine solche Regierung abzulehnen.“
Thomas Jefferson, Unabhängigkeitserklärung, 1776


Persönliches Fazit

Ich schreibe diesen Text nicht aus Loyalität, sondern aus Verantwortung.

Geschichte zeigt: Autoritäre Entwicklungen beginnen selten mit offenen Verfassungsbrüchen. Sie beginnen mit Gewöhnung, mit Verschiebungen von Sprache, mit der Akzeptanz von Härte gegen „Andere“.

Haltung zu zeigen bedeutet für mich nicht Radikalität, sondern Klarheit. Nicht Gewalt, sondern Widerspruch. Nicht Zerstörung, sondern Verteidigung von Würde, Rechtsstaat und Meinungsfreiheit.

In Zeiten wie diesen ist Neutralität ein Rückzug. Dieser Blog ist der Versuch, genau das nicht zu tun.

Quellen & weiterführende Hinweise (Auswahl)

  1. Terra X History / ZDF: Die USA unter Trump – Wie gefährdet ist die Demokratie?
  2. Federalist Papers (James Madison u.a.)
  3. Larry Tribe: Interviews zur Verfassungskrise der USA
  4. Jason Stanley: How Fascism Works
  5. Heritage Foundation: Project 2025 (öffentliche Dokumente)
  6. Berichte von Human Rights Watch, ACLU, Amnesty International
  7. US-Gerichtsentscheidungen zu Nationalgarde-Einsätzen und Executive Orders

Dumme Hetze, haltlose Behauptungen, schlechte Nachrichten überall, Fanatiker, Korruption, Klimaleugnung, Tierquälerei, Populisten, Extremisten von links und rechts, eine immer härtere Sprache, Terror, Autokraten, menschenverachtende Regime und Umweltzerstörung – macht dir das zu schaffen?

«Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den Ihr um Euer Herz gelegt!»

Sophie Scholl

Dann mach es dir nicht zu bequem. Setz dir Ziele. Halt an deinen Träumen fest. Bau dir eine Vision. Bleib wachsam. Schau hin. Hör zu. Und dann: Handle.

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Nicht morgen.

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