Anfang Dezember 2019 erhielt ich eine Nachricht. Aus Verona. Ob ich nicht Interesse daran hätte an einem Fotofestival in Verona (I LOVE PHOTOGRAPHY #ILP2020 INTERNATIONAL PHOTO FESTIVAL) teilzunehmen und ein paar Fotos zur Verfügung zu stellen. Ich wurde angefragt von Giulia Adami mit der ich seit einiger Zeit in Kontakt stand. Die Bilder würden zum Schluss des Festivals versteigert und kämen einem Blindenheim zugute.
Mein Vater war erst gestorben. Ich wollte nicht. Konnte nicht. Es gab so viel zu tun. Zu entscheiden. Auszuhalten. Zu trauern. Zu weinen. Loszulassen.
Dann abermals. eine Nachricht. Im Januar 2020. Ob ich nicht doch Interesse hätte. Die Veranstaltung wäre Ende Februar 2020. Neben dem Schmerz der Räumung der Habseligkeiten meiner Eltern mischte sich auch so etwas wie Stolz. Meine Bilder will wirklich jemand sehen und auch zeigen. Nach einer Woche Bedenkzeit sagte ich zu.
Ich wählte ein Paar Bilder aus und stellte sie als Datei zur Verfügung. Da ich natürlich auch mit dabei sein wollte, fuhr ich an diesem Wochenende nach Verona. Ich war insgesamt 2 1/2 Tage in Verona. Natürlich fotografierte ich auch. In den nächsten Wochen wirst du daher ein paar dieser Fotos zu sehen bekommen.
Am Abend der Ankunft stand die Sonne sehr tief und die Kontraste waren demnach extrem und überforderten teilweise die Kamera.





Nach meiner Rückkehr ging es dann richtig los mit Corona in Norditalien und Verona war nicht weit weg vom Epizentrum. Es war ja schon vor meiner Fahrt nach Verona manches in den Nachrichten. Daher mied ich bereits damals den Kontakt zu anderen Menschen. Ich bin sehr froh darüber, dass ich mich dort nicht angesteckt habe. Auch seither nicht.
Du fragst dich nun sicher, wie denn die Ausstellung war …
Wie so oft in meinem Leben getraute ich mich dann nicht zu dieser Ausstellung. Ich blieb vor dem Gebäude stehen, sah die Menschen rein und raus gehen und wandte mich Richtung Fluss. Ich schaffte es nicht hinein zu gehen. Bin nicht stolz darauf. Ich bin der Typ der am Rande steht und beobachtet. Schon immer gewesen. Ich mag es nicht gesehen zu werden. Erst wenn ich mir sicher bin wage ich mich eher in die Mitte. Am Rande fühle ich mich wohler …. Und gerade in dieser Zeit fühlte ich mich wegen all dem was in mir gerade passierte extrem verletzlich. Und wenn ich mich verletzlich fühle ziehe ich mich zurück. In die Unsichtbarkeit. Unter die Wahrnehmungsschwelle.
Einen Tag nach meiner Abreise aus Verona erfuhr ich, dass ein von mir gemachtes Foto eine stattliche Summe für ein Blindenheim in Verona einspielte. War Stolz wie sonst selten zuvor – und beschämt zugleich, weil ich nicht mit dabei war …..

und hier die anderen Fotos mit denen ich auf der Ausstellung vertreten war ….




Dumme Hetze, haltlose Behauptungen, schlechte Nachrichten überall, Fanatiker, Korruption, Klimaleugnung, Tierquälerei, Populisten, Extremisten von links und rechts, eine immer härtere Sprache, Terror, Autokraten, menschenverachtende Regime und Umweltzerstörung – macht dir das zu schaffen?
«Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den Ihr um Euer Herz gelegt!»
Sophie Scholl
Dann mach es dir nicht zu bequem. Setz dir Ziele. Halt an deinen Träumen fest. Bau dir eine Vision. Bleib wachsam. Schau hin. Hör zu. Und dann: Handle.
Unterstütz Menschen, die nicht nur reden, sondern etwas bewegen – mit deiner Stimme, deiner Zeit und, wenn du kannst, auch mit Geld. Teile die Botschaften von Gruppen, die die Welt konkret besser machen. Gib denen Reichweite, die sonst übertönt werden. Stell dich hinter jene, die Lügen, Hass und Menschenverachtung widersprechen – klar, konsequent und sichtbar.
Nicht morgen.
Jetzt.

© Robert Koschnick
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