2030|Scheitern einer Sehnsucht?

5–8 Minuten

Photo by Maxim Vostrikov on Pexels.com

Sehnsucht (von mittelhochdeutsch sensuht, als „krankheit des schmerzlichen verlangens“) ist ein inniges Verlangen nach Personen, Sachen, Zuständen oder Zeitspannen. Sie ist mit dem Gefühl verbunden, den Gegenstand der Sehnsucht nicht erreichen zu können.

Der Betrieb bei dem ich meinen Buchanka bestellte hat aufgegeben. Konkurs. Existiert nicht mehr.

Danke für Nichts! Nein noch weniger als Nichts.

Neben mir hat es jedenfalls auch noch andere erwischt. Mit einem weiteren Opfer hatte ich bereits Kontakt. Die Enttäuschung ist extrem groß. Ich weiß, dass ich das Geld nie wieder bekommen werde und habe es bereits abgeschrieben.

Dennoch werde ich es nicht auf mir sitzen lassen. Ich strebe jedenfalls eine Betrugsanzeige an und bereite schon mal alles vor. Demnächst wird die Anzeige rausgehen ….

gescheiterte Politik

Der Krieg im Osten Europas tobt immer noch. Dagegen ist mein Nichts ertragbar. Ich habe mein Geld und meinen Plan verloren. Die Sehnsucht hingegen kann nicht genommen werden. Wohingegen in der Ukraine gerade alles zerstört wird. Pläne und Träume und Leben. Und meine Reisepläne. Ich kann mir derzeit nicht vorstellen in ein Russland zu reisen, das mehrheitlich diese Gewaltexzesse unterstützt.

Unter Scheitern versteht man, wenn ein durch eine Handlung intendiertes Ziel endgültig nicht erreicht wird, wenn also etwas misslingt und nicht den erwünschten, angestrebten Erfolg hat.

Scheitern ist nicht rückgängig zu machen.

„Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind. Besonders die, die nicht hineingehen müssen.“

Erich Maria Remarque
(eigentlich Erich Paul Remark; * 22. Juni 1898 in Osnabrück; † 25. September 1970 in Locarno, Schweiz) war ein deutscher Schriftsteller. Er wurde mit dem 1928 erstmals erschienenen, zuerst 1930 in Hollywood verfilmten Antikriegsroman Im Westen nichts Neues weltberühmt. 1931 erwarb Remarque die Casa Monte Tabor am Lago Maggiore und verlegte seinen Wohnsitz in die Schweiz. Im nationalsozialistischen Deutschland wurden seine Bücher verboten und 1933 öffentlich verbrannt. 1938 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. … Seine überwiegend als pazifistisch eingestuften Romane, in denen er die Grausamkeit des Krieges thematisiert, finden bis heute weite Verbreitung.

nagende Zweifel

Durch die Teuerung der letzten Zeit und die Verzögerung um einige Jahre werde ich wohl damit rechnen müssen zukünftig nicht mehr nur mit EUR 1200,00 monatlich durchkommen zu können, wenn ich unterwegs bin. Ausgenommen ich gebe meine Wohnung auf. Ich bin mir sicher mehr als 1500,00 EUR monatlich brauchen zu müssen. Ich muss demnach mindestens 20.000,00 EUR auf der Seite haben, damit ich spätestens 2030 losfahren kann. Das wird nicht leicht. Jedenfalls nicht, wenn ich noch die Kabine und den Innenausbau und den Umbau des Pickup bezahlen muss.

Ich hänge. Durch und in der Luft. Ich lasse es mir nicht anmerken, aber innerlich schwelt es.

Zweifel nagt sich durch meine Eingeweide und setzt sich in meinem Kopf fest.

Zweifel an der Reise. Am Ziel. Am Plan. An der Alternative. An meinem Wahnsinn. An mir!

Bin enttäuscht. Wütend. Auf Tom. Auf mich.

Shit!

Zweifel (mittelhochdeutsch zwîvel, althochdeutsch zwîval aus germanisch twîfla „doppelt, gespalten, zweifach, zwiefältig“) ist ein Zustand der Unentschiedenheit zwischen mehreren möglichen Annahmen, da entgegengesetzte oder unzureichende Gründe zu keinem sicheren Urteil oder einer Entscheidung führen können. Er wird auch als Unsicherheit in Bezug auf Vertrauen, Handeln, Entscheidungen, Glauben oder Behauptungen bzw. Vermutungen interpretiert.

Aber ich bleib dran. Gebe nicht auf. Schaffe es. Irgendwie!

Habe kein gutes Verhältnis zu Geld. Ist für mich Mittel zum Zweck. Das Geld – die 20.000,00 – wären mir egal.

Aber mein Traum! Wird mir das jetzt zum Verhängnis?

Scheitern als Chance

Als Sehnsuchtsort ist die Mongolei geblieben. Was 1999 eher als Scherz gedacht war, hatte sich als Weissagung entpuppt, die jetzt vor dem Scheitern steht. Wie damit umgehen?

Alternativ könnte ich ja auch nochmals nach Südamerika einschiffen. Eventuell in umgekehrter Reihenfolge und in Argentinien starten um dann über Feuerland nach Bolivien, Peru und weiter nach Kolumbien zu reisen. Wie dazumal …… 1998 nur eben anders.

Shit!

… die Chance als „dargebotene, günstige Möglichkeit oder Gelegenheit“ definiert. Chancen sind also stets mit einer positiven Aussicht verbunden, negative Aussichten heißen Gefahr. Ist ungewiss, ob positive oder negative Aussichten bestehen, wird neutral von Risiko gesprochen. Ob sich eine Chance verwirklicht, wird sich erst in der Zukunft zeigen, so dass Chancen stets einer Unsicherheit unterliegen.

Sabbatical als Chance

Ich hasse PLAN B! Mag ihn nicht. Das Scheitern von Plan A bleibt und wird nie durch Plan B kompensiert werden. Wer das sagt lügt. Es wird auf jeden Fall anders.

Ich muss umdenken. Bisheriges revidieren. Anderes Integrieren.

Aktuell plane ich mein 3-monatiges Sabbatical 2026. Da das Geld derzeit definitiv nicht für eine lange Reise ohne Einkommen reicht. Ich sehe jetzt die Verzögerung auch als Chance. Zuerst mit der kleinen Reise und die Jahre danach mit Kurztrips Erfahrung sammeln, damit ich dann spätestens 2030 auf große Reise gehen kann. Vielleicht sogar zu meiner letzten großen Reise?

Zur Debatte stehen zur Zeit 2 Reiseziele im Sabbatical. Mit entsprechendem Für und Wider. Auf und Ab. Vor und zurück.

Shit!

Osteuropa und Karpatenbogen inklusive DonaudeltaOstsee und Skandinavien inklusive Nordkap
viele kleinere Dörfer und Siedlungen sorgen dafür, dass ich ständig durch bewohntes und kultiviertes Gebiet fahre; zu dicht besiedelt? (aus Sicht eines Menschen, der die Zivilisation nicht sucht)einsame Weiten im nördlichen Skandinavien – rund um die Ostsee dafür eher dicht besiedelt – lange Stunden der Weite und Einsamkeit möglich
im Frühjahr (ab Februar) schwierig zu befahren, weil alles sumpfig und matschig ist; in den Bergen liegt sicherlich noch Schnee;
November ist der regenreichste Monat – bis dahin sind aber die „Feldwege“ wegen dem Sommer noch gut befahrbar
im Frühjahr immer noch schwierige Fahrbahnverhältnisse aufgrund Eis und Schnee auch im Tal;
auch in Skandinavien muss ich im Herbst mit den meisten Niederschlägen rechnen – aber die Wege sind vom Sommer her noch gut befahrbar
ländlich einfach und günstig geprägte Gegenden durchsetzt mit Großstädten und Industrie (so meine Vorstellung)skandinavisches Feeling (auch preislich, da teuer) während der Reise – inklusive Polarlichtern
reich an Wildtieren – sowohl Vögel, als auch bei uns eher seltene Säugetiere; Begegnungen mit dem Big5 Europas durchaus möglich; aber auch im Donaudelta sehr reichhaltige Vogelwelt;die vielen frei lebenden Wildtiere sind bis auf relativ bekannte Spots verteilt und schwer zu finden – dafür nicht ganz so scheu, da nur wenige Menschen unterwegs sind; es gibt Tierarten wie den Elch, das Ren, den Vielfraß,… die in Mitteleuropa so nicht vorkommen;
kontinentaleuropäisch geprägte Landschaften mit der Tiefebene und den gebirgigen Karpaten; phantastische Natur- und Landschaftsaufnahmen sind sehr wohl möglich, doch gerade die Karpaten sind für mich aufgrund meiner Behinderungen nur schwer zu erwandern; schneebedeckte Gebirge und steil abfallende Fjorde. Gletscher und karge Hochebenen. Und Wälder. Beinahe endlos. Für einen Natur- und Landschaftsfotografen eines der Traumziele. Und dann auch noch reelle Chancen auf Polarlichter.
phantastische Nationalparks und Naturreservate; die letzten Urwälder Europas und das Donaudelta sind schon immer Orte gewesen, wo ich mal hin wollte;Nationalparks und Naturreservate gibt es auch hier. tatsächlich dürfte das Reisen in Skandinavien aufgrund der vielen Möglichkeiten zu campieren (Jedermannsrecht) mit dem Gefühl einer relativen Freiheit einhergehen.
Angeln im Donaudelta – das wollte ich immer schon mal ….Skandinavien ist eines der Traumdestinationen für Angler. Die Möglichkeit in den saubersten Flüssen und Seen Europas fischen zu können hat für mich einen besonderen Reiz
…………

Es gibt Tage, da entscheide ich mich für das Eine und an anderen Tagen bin ich eher beim Anderen. Ich glaube zwar, dass ich jetzt weiß wohin es gehen soll, kann dies aber hier und jetzt nicht schreiben, denn vielleicht ist es morgen dann doch wieder anders …

Bilder von Pexels

Mit PayPal spenden

____________________

____________________


Entdecke mehr von p e r c e p t u a l | fragments

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Weiterlesen